Wege zu mehr Lebensfreude und Wohlbefinden

 Wege zur Lebensfreude

Zahnversicherungen werden zum Renner der Assekuranz*

Die Zahnzusatzversicherung wird immer mehr zum Umsatzrenner der deutschen Assekuranz. Zur Zeit besitzen über 12 Millionen Deutsche eine private Zahnzusatzversicherung. Die Assekuranz verzeichnete im Lebensversicherungsgeschäft, sei es Riester-Rentenversicherungen oder Fondspolicen einen herben Rückschlag. Nicht so bei privaten Krankenzusatzversicherungen, insbesondere bei den privaten Zahnzusatzversicherungen. Hier erkennen immer mehr gesetzlich Krankenversicherte, dass die Leistungen des staatlichen Gesundheitssystems sehr gering sind und die tatsächlich anfallenden Kosten nicht abdecken. So leisten staatliche Krankenkassen seit mehreren Jahren nur noch einen befundbezogenen Festzuschuss. Der Festzuschuss wird je nach zahnärztlichem Befund festgesetzt. Für einen fehlenden Zahn gibt es ca. 280 Euro von der gesetzlichen Krankenkasse. Wenn der Patient nun zum Zahnarzt geht und einen Heil- und Kostenplan anfertigen lässt, so erlebt er immer wieder eine Überraschung. Um die vorhandene Zahnlücke zu versorgen, hat der Patient die Wahl zwischen einer Kassenkrone, einer verblendeten Krone und einer Implantatversorgung. So schlägt die Kassenkrone mit ca. 600 Euro zu Buche, hier muss der Patient also die Hälfte aus eigener Tasche bezahlen. Eine verblendete Krone kostet je nach Material und Aufwand zwischen € 750 bis € 1000 Euro. Für diese Maßnahme muss der Patient schon tiefer in die Tasche greifen. Seine Selbstbeteiligung beträgt dann zwischen € 370 und € 780. Unangenehm teuer wird es, wenn der Patient sich für die beste Lösung entscheidet, d.h. für ein Implantat. Die Versorgung mit einem Implantat inkl. Knochenaufbau und augmentativer Behandlung schlägt schnell mit rund € 2500 bis € 3000 zu Buche. Auch in diesem Fall erhält der Kassenpatient leider nur seinen festbezogenen Festzuschuss in Höhe von ca. € 280. Bei einer Selbstbeteiligung von rund € 2500 ist schnell der geplante Urlaub adé.

Was also muss der gesetzlich krankenversicherte Patient ohne private Zahnzusatzversicherung am besten tun?
Simple Antwort: Rechtzeitig vorsorgen! Nicht jeder hat eine sehr gute genetische Veranlagung für gute Zähne. So ist es wichtig, sich rechtzeitig um eine private Zahnzusatzversicherung zu kümmern und diese als lebensbegleitendes Instrument zur Kostendeckung der zahnärzlichen Behandlungen anzusehen. Oft fragen gesetzlich Krankenversicherte ein Angebot an, wenn eine Behandlung bereits angeraten bzw. kurz davor feststeht. Nur dann ist es schon zu spät. Keine Versicherungsgesellschaft wird nämlich den Versicherungsfall in den Versicherungsschutz übernehmen. Warum sollte die Versicherungsgesellschaft nämlich ca. 200-400 an Mitgliedsbeiträgen bzw. Prämie einnehmen aber mehr als € 2500 übernehmen und an den Versicherungsnehmer auszahlen? Deshalb sind alle angeratenen Behandlungen bei jeder Versicherungsgesellschaft vom zukünftigen Versicherungsschutz ausgeschlossen. Diese Regel gilt sowohl für Zahnzusatzversicherungen ohne Gesundheitsfragen wie zum Beispiel die Universa Dentprivat. So heißt es im Antrag der Barmenia Zahnzusatzversicherung „Erfolgt zur Zeit eine zahnärztliche Behandlung oder ist sie angeraten oder beabsichtigt?“ Hier muss dem Interessenten dann schon klar sein, warum der Versicherer diese Frage stellt.

Wie findet man die passende Versicherung für Zahnersatz und Zahnbehandlung?
Erfreulicherweise bietet das Internet viele Möglichkeiten Tarife zu vergleichen. Mit Hilfe eines Onlinerechners wie zum Beispiel bei Fairfekt.de kann der Abschlussinteressierte einen Zahnzusatzversicherung Vergleich durchführen. Das Interessante an diesem Vergleichsrechner ist die Tatsache, dass die individuelle Situation des Interessenten berücksichtigt wird. So werden nur die Tarife angezeigt, die in der jeweligen Situation abschließbar sind. So nehmen einige Gesellschaften Antragsteller nur dann an, wenn Sie nicht mehr als 4 fehlende Zähne haben. Bei anderen Gesellschaften ist ein Abschluss so lange nicht möglich, bis die derzeitige Behandlung beendet bzw. bis die angeratene Behandlung noch nicht vollzogen ist. Um sich die Zeit zu sparen, sollten also Abschlusswillige erst einmal prüfen, ob Sie überhaupt genommen werden. Danach erst sollten Sie dann einen Antrag stellen beziehungsweise ein Angebot anfordern.

Was ist während der Wartezeit zu beachten?
Die Wartezeit wird oft von gesetzlich Krankenversicherten missverstanden. So glauben viele, dass bereits vor dem Abschluss angeratene Behandlungen nach Ablauf der Wartezeit versichert sind. Dies ist nicht so. Ab dem technischen Beginn, d.h. z.B. zum 01.05.2010 gilt laut Versicherungsschein Versicherungsschutz. Ab diesem Datum gelten dann die üblichen Wartezeiten. Während der Wartezeit ist man bereits versichert. Man muss lediglich beachten, dass man mit der neu angeratenen Behandlung warten muss. Erst nach Ablauf der Wartezeit kann die Maßnahme begonnen werden und man hat einen Anspruch gegenüber der Versicherungsgesellschaft auf Kostenerstattung. So gilt es stets vor dem Vertragsabschluss durch den Zahnarzt angeratene Behandlungen sind auch nach Ablauf der Wartezeit weiterhin nicht versichert.

* Die hier dargestellten Informationen sind ohne Gewähr und stellen weder eine ärztliche Beratung noch eine Rechtsberatung dar. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Versicherungsvertreter, Anwalt oder Ihren Zahnarzt.



  
 

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